Thursday, 29. January 2009
Geschrieben von Helga Schenk
in Berichte um
22:24
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Tags für diesen Artikel: fredl petz, fredy tezzele, harry prünster, heinz jiras, klaus kofler, peter steinbach, rudolfsheim-fünfhaus, schutzhaus zukunft auf der schmelz
Wiener Blue(s) im Schutzhaus "Zukunft auf der Schmelz"
Im Zeitalter der "Technik" wagten sogar wir aus der Prärie uns mit dem Navigator am Abend über die Donau bis zum Schutzhaus "Zukunft auf der Schmelz" in den 15.Bezirk in die Guntherstraße. Beim Eintreffen war ich gleich begeistert, welch riesiger Gasthausgarten uns da überraschte. Dicke Schneehäubchen auf Tischen und Bänken. Für den Jänner nicht ungewöhnlich, aber mit ein wenig Fantasie...!? Hier lohnt es sich bestimmt, an einem milden Sommerabend den Tag aus"klingen" zu lassen.
Aber heute "klingt" es etwas anders. Es spielen und singen "Wiener Blue(s)" für uns und das bei angenehmen Temperaturen in einem sehr großen Saal. Fredy Tezzele, Klaus Kofler, Heinz Jiras, Fredl Petz und Peter Steinbach waren schon bereit, uns einen unterhaltsamen Abend zu bieten.
Aber heute "klingt" es etwas anders. Es spielen und singen "Wiener Blue(s)" für uns und das bei angenehmen Temperaturen in einem sehr großen Saal. Fredy Tezzele, Klaus Kofler, Heinz Jiras, Fredl Petz und Peter Steinbach waren schon bereit, uns einen unterhaltsamen Abend zu bieten.
Überrascht war ich, dass trotz des Neuschnees so viele Gäste anwesend waren. Aber, so dachte ich, schließlich war Harry Prünster als Stargast für heute angekündigt. Das war auch für mich ein Grund mehr, diese Veranstaltung zu besuchen. Allerdings wurde ich im Laufe des Abends eines Besseren belehrt. Dass es auch Harry Prünster erwischt hat und er fiebernd das Bett hüten musste, tat ihm ganz sicher genau so leid wie uns. Auf diesem Wege wünschen wir recht baldige Genesung und freuen uns jetzt schon auf ein Treffen bei nächstmöglicher Gelegenheit!
Kurzerhand bat Peter Steinbach seinen Musikerkollegen Peter Pernica auf die Bühne und bewiesen als Duo reichlich Harmoniegefühl. In der Musikszene gut bekannt, entdeckten wir unter den Zuschauern sowohl Shorty als auch Hedy Slunecko-Kaderka.
Ich will nichts vorweg nehmen, aber die echte Überraschung brachte die Pause in mehrfacher Hinsicht. Aber dazu später.
Die ersten Lieder ließen uns sofort in die Welt der zwielichtigen Gestalten versinken. Peter Steinbach bringt dem Publikum alles so authentisch rüber, dass Zweifel aufkommen, ob dieser Mann tatsächlich den Hütern des Gesetzes zugehörig war, oder doch vielleicht die Erfahrung bei der Gegenseite sammelte. In diese Rolle könnte er wahrscheinlich auch als Schauspieler schlüpfen. Die Gesten, die Mimik und der Tonfall der Stimme - es ist wie bei einem gut funktionierenden Zahnrad. Die routinierten Musiker an seiner Seite vervollkommnen diese Ohrwürmer nicht nur instrumental sondern auch vokal. Fredy Tezzele entlockt seiner E-Guitar schaurig schöne, bluesige Töne, bei denen man sich instinktiv umsieht, ob nicht statt des "Harry Prünster" in unmittelbarer Nähe ein "Harry Lime" mit seiner Zither auftaucht.
Diese Männer sind imstande, dem Zuhörer musikalisch eine andere Welt nahe zu bringen. Und das verfehlt nicht seine Wirkung.
Nun zur Pause! Während dieser nimmt Peter Steinbach seinen gut gefüllten Koffer, und die CDs und viele Bücher (G'schmierte, Kieberer und die Häh') wechseln den Besitzer. Und was ich schon bei früheren Veranstaltungen bewunderte, wiederholte sich auch hier. Die Fans mussten sich nicht anstellen und drängen, Peter Steinbach ging durch die Reihen und die Leute stellten Fragen, ließen sich beraten, erzählten auch und kauften so fleißig ein, als bräuchten sie Geschenke für Weihnachten.
Ausgeruht kehrte Peter nach der Pause sicher nicht auf die Bühne zurück. Aber zufrieden durch das rege Interesse und die Nähe zu seinem Publikum, allemal. Das macht diesen Mann noch sympathischer. Viele wären sich zu gut dafür!
Damit den Gästen das Zuklappen der Bücher leichter viel, plauderte der Sänger auch ein wenig aus dem Nähkästchen oder seiner Jugendzeit. Dabei gab es etliches zum Schmunzeln oder Lachen. Die danach gesungenen - nein zelebrierten Lieder von Heinz Conrads oder Hermann Leopoldi ließen auch uns in jugendlichen Erinnerungen schwelgen. Angelangt aber beim "G'schupften Ferdl" und bei "D' Hausherrnsöhnln" ging wieder die Post ab. Erwähnenswert ist, dass die jüngere Generation all diese Texte und Melodien beherrscht. Wie es scheint, wurde da eine echte Marktlücke entdeckt, die durch die Wiederentdeckung nun schon mit einer recht großen Anhängerschar gefüllt wird.
Still wird es, wenn "Heinz Jiras" Peter Steinbach ablöst und singt: "I hab' di gern". Da hat der Mann am Akkordeon ein sehr schönes Lied geschaffen und die Besucher honorieren es mit viel Applaus. Diese Gruppe ist zwar vielseitig, aber ihrem Stil, der unverwechselbar ist, bleibt sie treu - und das ist gut so.
Das Stammpublikum ist "Wiener Blue(s)" sicher und wenn man sie, so wie erst küzlich "am Schauplatz", vielleicht öfter im TV sehen und hören wird, kann man davon ausgehen, dass diese Popularität weitere Fans anlockt!
http://fotos.wien22.net/20090129WienerBlue(s)ImSchutzhausZurZukunft/index.html
Kurzerhand bat Peter Steinbach seinen Musikerkollegen Peter Pernica auf die Bühne und bewiesen als Duo reichlich Harmoniegefühl. In der Musikszene gut bekannt, entdeckten wir unter den Zuschauern sowohl Shorty als auch Hedy Slunecko-Kaderka.
Ich will nichts vorweg nehmen, aber die echte Überraschung brachte die Pause in mehrfacher Hinsicht. Aber dazu später.
Die ersten Lieder ließen uns sofort in die Welt der zwielichtigen Gestalten versinken. Peter Steinbach bringt dem Publikum alles so authentisch rüber, dass Zweifel aufkommen, ob dieser Mann tatsächlich den Hütern des Gesetzes zugehörig war, oder doch vielleicht die Erfahrung bei der Gegenseite sammelte. In diese Rolle könnte er wahrscheinlich auch als Schauspieler schlüpfen. Die Gesten, die Mimik und der Tonfall der Stimme - es ist wie bei einem gut funktionierenden Zahnrad. Die routinierten Musiker an seiner Seite vervollkommnen diese Ohrwürmer nicht nur instrumental sondern auch vokal. Fredy Tezzele entlockt seiner E-Guitar schaurig schöne, bluesige Töne, bei denen man sich instinktiv umsieht, ob nicht statt des "Harry Prünster" in unmittelbarer Nähe ein "Harry Lime" mit seiner Zither auftaucht.
Diese Männer sind imstande, dem Zuhörer musikalisch eine andere Welt nahe zu bringen. Und das verfehlt nicht seine Wirkung.
Nun zur Pause! Während dieser nimmt Peter Steinbach seinen gut gefüllten Koffer, und die CDs und viele Bücher (G'schmierte, Kieberer und die Häh') wechseln den Besitzer. Und was ich schon bei früheren Veranstaltungen bewunderte, wiederholte sich auch hier. Die Fans mussten sich nicht anstellen und drängen, Peter Steinbach ging durch die Reihen und die Leute stellten Fragen, ließen sich beraten, erzählten auch und kauften so fleißig ein, als bräuchten sie Geschenke für Weihnachten.
Ausgeruht kehrte Peter nach der Pause sicher nicht auf die Bühne zurück. Aber zufrieden durch das rege Interesse und die Nähe zu seinem Publikum, allemal. Das macht diesen Mann noch sympathischer. Viele wären sich zu gut dafür!
Damit den Gästen das Zuklappen der Bücher leichter viel, plauderte der Sänger auch ein wenig aus dem Nähkästchen oder seiner Jugendzeit. Dabei gab es etliches zum Schmunzeln oder Lachen. Die danach gesungenen - nein zelebrierten Lieder von Heinz Conrads oder Hermann Leopoldi ließen auch uns in jugendlichen Erinnerungen schwelgen. Angelangt aber beim "G'schupften Ferdl" und bei "D' Hausherrnsöhnln" ging wieder die Post ab. Erwähnenswert ist, dass die jüngere Generation all diese Texte und Melodien beherrscht. Wie es scheint, wurde da eine echte Marktlücke entdeckt, die durch die Wiederentdeckung nun schon mit einer recht großen Anhängerschar gefüllt wird.
Still wird es, wenn "Heinz Jiras" Peter Steinbach ablöst und singt: "I hab' di gern". Da hat der Mann am Akkordeon ein sehr schönes Lied geschaffen und die Besucher honorieren es mit viel Applaus. Diese Gruppe ist zwar vielseitig, aber ihrem Stil, der unverwechselbar ist, bleibt sie treu - und das ist gut so.
Das Stammpublikum ist "Wiener Blue(s)" sicher und wenn man sie, so wie erst küzlich "am Schauplatz", vielleicht öfter im TV sehen und hören wird, kann man davon ausgehen, dass diese Popularität weitere Fans anlockt!
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