Monday, 20. October 2008
Mallorca - Beach Club Font de Sa Cala
Obwohl wir Österreich Fans sind, zieht es meinen Mann und mich ein Mal im Jahr an den "großen Teich". Genauer gesagt nach Mallorca. Und noch exakter: in den Beach Club Font de Sa Cala, der etwas außerhalb des romantischen Fischerdöfchens Cala Ratjada liegt. Geplant war nicht nur die Sonne, das Meer, die Pools, das Animationsprogramm, das Service, die sportlichen Möglichkeiten, das Buffet, die traumhaft angelegte Anlage des Clubs, oder den Strand zu genießen, nein, wir haben den Navigator eingepackt und hatten vor, wieder einmal nach längerer Zeit, die Insel zu durchforsten.
Anfang Oktober würde sich das anbieten, weil man nicht mehr täglich mit schönem Wetter rechnen kann. Aber - "erstens kommt es anders, zweitens als man denkt" - sagt schon ein altes Sprichwort.
Anfang Oktober würde sich das anbieten, weil man nicht mehr täglich mit schönem Wetter rechnen kann. Aber - "erstens kommt es anders, zweitens als man denkt" - sagt schon ein altes Sprichwort.
Täglich hielt uns etwas anderes davon ab, ein Auto zu mieten und unseren Plan endlich in die Tat umzusetzten. Die Reiseroute war in groben Zügen klar, aber...
Es war herrlichstes Wetter um sich im warmen Sand zu räkeln und im Meer auf den Wellen zu schaukeln. Die Liegen und Schirme am Strand mieten wir nicht, da machen wir es uns lieber an einem der zwei großen Pools im Club gemütlich. Hier haben wir sie gratis und es gibt nie einen Engpass. Der große, schön geformte Pool wirkt zwar sehr mondän, aber ich liebe den Sportpool (im Oktober beheizt), weil hier das Leben pulsiert. Bei Wasserball mitzutoben, oder bei der Wassergymnastik das Gefühl zu haben, dass man vielleicht doch beim Buffet ohne Reue nochmals zugreifen kann.
Das ist Urlaub, perfekt zugeschnitten auf meine Bedürfnisse. Hier wird man den ganzen Tag mit Musik berieselt und ich genieße es ebenso wie den Kleinen im Planschbecken zuzusehen oder wenn sie den Kinderspielplatz nur unter Protest verlassen. Große Aufregung herrscht auch jedes Mal, wenn die Ponys kommen.
Genauso wenig möchte ich darauf verzichten, bei Volleyball das frei gewordene Adrenalin zu spüren, bei Dart zu siegen, obwohl ich vorher noch nie die Pfeile dafür in der Hand hatte, bei Bingo mitzufiebern um dann doch immer wieder nichts zu gewinnen, obwohl einem ewig nur mehr eine Zahl fehlt. Danach zu Pepe zur Poolbar ausjammern gehen, sich von ihm trösten lassen und den Frust mit allem Möglichen hinunter zu schwemmen, um am nächsten Tag pünktlich dieselbe Situation wieder zu erfahren.
Wir gehen Bogen - und Luftgewehrschießen, machen bei den vergnüglichen Poolspielen mit - wo es bei gelungenen Aktionen großes Hallo und bei missglückten Versuchen zum Trost ein Schlückchen "Champagner" gibt - knüpfen Kontakte mit Gleichgesinnten aus aller Herren Länder und bewundern die Senioren beim Tennisspiel (11 Plätze), die sich hier jedes Jahr um dieselbe Zeit zu einem internationalen Turnier treffen, um ihr Können zu messen.
Franzosen und Belgier sind begeisterte Boccia-Spieler und von ihnen haben wir dieses Spiel korrekt erlernt. Tischtennis spielten wir prinzipiell nur dann, wenn der Wind eine Pause einlegte, da kämpften wir lieber beim Minigolf gegeneinander.
Um den Fitness-Club machten wir einen großen Bogen, weil es uns zwar gereizt hätte Kondition zu tanken, wir aber die frische Luft vorzogen. (Oder ist das eine Ausrede und wir waren einfach zu bequem?) Wir wissen aber, dass dort den ganzen Tag über reges Treiben herrscht. Hochachtung vor der Disziplin dieser Leute. (Vorwiegend Deutsche). Billard hingegen kann man zwar geschützt unter Dach spielen, es befindet sich aber doch im Freien. Wer die Finger nicht vom Internet lassen kann, wird im gemütlichen Aufenthaltsraum fündig. Diese Angebote sind aber nicht gratis, ebenso nicht das Ausleihen der Mountainbikes.
Am frühen Morgen sitzen wir am bereits gründlich gesäuberten feinsandigen Strand oder gehen bis zu den Felsen und bewundern schweigend den Sonnenaufgang. Das Frühstück danach wird bewusst mit Muße eingenommen. In den ersten Tagen glaubt man noch, sich von allem ein wenig gönnen zu müssen, aber nach einigen Tagen genießt vor allem das Auge und man weiß schon genau, wonach der Magen lechzt. Schwer ist es am Abend. Das Angebot ist einfach überwältigend und man muss deshalb die Auswahl mit Vernunft angehen. Die Getränke sind bis auf Cola und Bier gratis und über dieses Angebot sind wir sehr erfreut. Dieses gesparte Geld kann man am späteren Abend zusätzlich bei den Shows für die wunderschönen Cocktails ausgeben.
Nach dem Abendessen nützten wir meistens die Zeit bis zum Beginn des Showprogramms, um durch die ca 60 000 m² große parkähnliche Gartenlandschaft zu schlendern. Das tat nicht nur unserem Körper gut, diese Anlage ist auch eine Wohltat für das Auge. Vom Geruch der Pinnien ganz zu schweigen. Vermisst habe ich heuer die zwei Maskottchen des Clubs. Die Gänschen, die ihren kleinen Teich nie verlassen haben und alle Vorübergehenden von Weitem immer neugierig beäugten.Vielleicht waren sie aber zu vorlaut...
Die Animation unterhält die Gäste jeden Abend mit Musicals, Sketches oder Akrobatik und sie leisten wirklich Großartiges. Einmal pro Woche kommen Profis, (bei denen diesmal der Fotoapparat - oder der Fotograf streikte) und zeigen uns den Flamenco mit all seiner Faszination. Die Woche darauf bewunderten wir ehemalige Weltmeister im Bodenturnen, die uns mit akrobatischen Gustostückerln verwöhnten. Das sind übrigens die Betreiber des in der Anlage ansässigen Fitnessstudios.
Das Domizil der Animateure ist tagsüber die Cabana (die Hütte) und am Abend toben sie noch bei der Show auf der Bühne. Noch nicht genug, geht es danach in der Disco weiter. Diese jungen Leute sind so voller Elan, dass man sich nur wundern kann. Dass sie immer ein Lächeln für den Gast haben, braucht man nicht extra erwähnen. Das gehört in diesem Club zum Standard. Schon wenn man die Rezeption betritt ist klar, dass man die richtige Wahl getroffen hat. Das Personal wird kaum gewechselt und das spricht für diesen Betrieb. Ich freue mich auch immer, wenn ich diese mir bereits bekannten Gesichter, wieder sehe.
Jeden Samstag am Vormittag ist in Cala Ratjada Markt, den ich mir auch nie entgehen lasse. Mein Mann stöhnt und ich bin total begeistert. Die etwas über drei Kilometer kann man entweder mit dem Bus oder Bummelzug fahren oder man geht zu Fuß dem Meer entlang. Ein wunderschöner Spaziergang.
Ich habe erst mit dem Erzählen begonnen, warum ich mich in diesem Club so wohl fühle, aber ich will gar nicht so viel ausplaudern, sonst ist dieses schöne Fleckchen Erde mit meinem Lieblings-Urlaubsdomizil bald kein Geheimtipp mehr.
Im nächsten Jahr werde ich mich überwinden und einen oder doch zwei Tage "opfern", um, ausgestattet mit Auto und Fotoapparat, die weiteren Schönheiten der Insel einzufangen!
http://fotos.wien22.net/20080927Mallorca-FontDeSaCalaTeil1/index.html
Es war herrlichstes Wetter um sich im warmen Sand zu räkeln und im Meer auf den Wellen zu schaukeln. Die Liegen und Schirme am Strand mieten wir nicht, da machen wir es uns lieber an einem der zwei großen Pools im Club gemütlich. Hier haben wir sie gratis und es gibt nie einen Engpass. Der große, schön geformte Pool wirkt zwar sehr mondän, aber ich liebe den Sportpool (im Oktober beheizt), weil hier das Leben pulsiert. Bei Wasserball mitzutoben, oder bei der Wassergymnastik das Gefühl zu haben, dass man vielleicht doch beim Buffet ohne Reue nochmals zugreifen kann.
Das ist Urlaub, perfekt zugeschnitten auf meine Bedürfnisse. Hier wird man den ganzen Tag mit Musik berieselt und ich genieße es ebenso wie den Kleinen im Planschbecken zuzusehen oder wenn sie den Kinderspielplatz nur unter Protest verlassen. Große Aufregung herrscht auch jedes Mal, wenn die Ponys kommen.
Genauso wenig möchte ich darauf verzichten, bei Volleyball das frei gewordene Adrenalin zu spüren, bei Dart zu siegen, obwohl ich vorher noch nie die Pfeile dafür in der Hand hatte, bei Bingo mitzufiebern um dann doch immer wieder nichts zu gewinnen, obwohl einem ewig nur mehr eine Zahl fehlt. Danach zu Pepe zur Poolbar ausjammern gehen, sich von ihm trösten lassen und den Frust mit allem Möglichen hinunter zu schwemmen, um am nächsten Tag pünktlich dieselbe Situation wieder zu erfahren.
Wir gehen Bogen - und Luftgewehrschießen, machen bei den vergnüglichen Poolspielen mit - wo es bei gelungenen Aktionen großes Hallo und bei missglückten Versuchen zum Trost ein Schlückchen "Champagner" gibt - knüpfen Kontakte mit Gleichgesinnten aus aller Herren Länder und bewundern die Senioren beim Tennisspiel (11 Plätze), die sich hier jedes Jahr um dieselbe Zeit zu einem internationalen Turnier treffen, um ihr Können zu messen.
Franzosen und Belgier sind begeisterte Boccia-Spieler und von ihnen haben wir dieses Spiel korrekt erlernt. Tischtennis spielten wir prinzipiell nur dann, wenn der Wind eine Pause einlegte, da kämpften wir lieber beim Minigolf gegeneinander.
Um den Fitness-Club machten wir einen großen Bogen, weil es uns zwar gereizt hätte Kondition zu tanken, wir aber die frische Luft vorzogen. (Oder ist das eine Ausrede und wir waren einfach zu bequem?) Wir wissen aber, dass dort den ganzen Tag über reges Treiben herrscht. Hochachtung vor der Disziplin dieser Leute. (Vorwiegend Deutsche). Billard hingegen kann man zwar geschützt unter Dach spielen, es befindet sich aber doch im Freien. Wer die Finger nicht vom Internet lassen kann, wird im gemütlichen Aufenthaltsraum fündig. Diese Angebote sind aber nicht gratis, ebenso nicht das Ausleihen der Mountainbikes.
Am frühen Morgen sitzen wir am bereits gründlich gesäuberten feinsandigen Strand oder gehen bis zu den Felsen und bewundern schweigend den Sonnenaufgang. Das Frühstück danach wird bewusst mit Muße eingenommen. In den ersten Tagen glaubt man noch, sich von allem ein wenig gönnen zu müssen, aber nach einigen Tagen genießt vor allem das Auge und man weiß schon genau, wonach der Magen lechzt. Schwer ist es am Abend. Das Angebot ist einfach überwältigend und man muss deshalb die Auswahl mit Vernunft angehen. Die Getränke sind bis auf Cola und Bier gratis und über dieses Angebot sind wir sehr erfreut. Dieses gesparte Geld kann man am späteren Abend zusätzlich bei den Shows für die wunderschönen Cocktails ausgeben.
Nach dem Abendessen nützten wir meistens die Zeit bis zum Beginn des Showprogramms, um durch die ca 60 000 m² große parkähnliche Gartenlandschaft zu schlendern. Das tat nicht nur unserem Körper gut, diese Anlage ist auch eine Wohltat für das Auge. Vom Geruch der Pinnien ganz zu schweigen. Vermisst habe ich heuer die zwei Maskottchen des Clubs. Die Gänschen, die ihren kleinen Teich nie verlassen haben und alle Vorübergehenden von Weitem immer neugierig beäugten.Vielleicht waren sie aber zu vorlaut...
Die Animation unterhält die Gäste jeden Abend mit Musicals, Sketches oder Akrobatik und sie leisten wirklich Großartiges. Einmal pro Woche kommen Profis, (bei denen diesmal der Fotoapparat - oder der Fotograf streikte) und zeigen uns den Flamenco mit all seiner Faszination. Die Woche darauf bewunderten wir ehemalige Weltmeister im Bodenturnen, die uns mit akrobatischen Gustostückerln verwöhnten. Das sind übrigens die Betreiber des in der Anlage ansässigen Fitnessstudios.
Das Domizil der Animateure ist tagsüber die Cabana (die Hütte) und am Abend toben sie noch bei der Show auf der Bühne. Noch nicht genug, geht es danach in der Disco weiter. Diese jungen Leute sind so voller Elan, dass man sich nur wundern kann. Dass sie immer ein Lächeln für den Gast haben, braucht man nicht extra erwähnen. Das gehört in diesem Club zum Standard. Schon wenn man die Rezeption betritt ist klar, dass man die richtige Wahl getroffen hat. Das Personal wird kaum gewechselt und das spricht für diesen Betrieb. Ich freue mich auch immer, wenn ich diese mir bereits bekannten Gesichter, wieder sehe.
Jeden Samstag am Vormittag ist in Cala Ratjada Markt, den ich mir auch nie entgehen lasse. Mein Mann stöhnt und ich bin total begeistert. Die etwas über drei Kilometer kann man entweder mit dem Bus oder Bummelzug fahren oder man geht zu Fuß dem Meer entlang. Ein wunderschöner Spaziergang.
Ich habe erst mit dem Erzählen begonnen, warum ich mich in diesem Club so wohl fühle, aber ich will gar nicht so viel ausplaudern, sonst ist dieses schöne Fleckchen Erde mit meinem Lieblings-Urlaubsdomizil bald kein Geheimtipp mehr.
Im nächsten Jahr werde ich mich überwinden und einen oder doch zwei Tage "opfern", um, ausgestattet mit Auto und Fotoapparat, die weiteren Schönheiten der Insel einzufangen!
http://fotos.wien22.net/20080927Mallorca-FontDeSaCalaTeil1/index.html
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