Sunday, 26. April 2009
Geschrieben von Helga Schenk
in Berichte um
18:59
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Tags für diesen Artikel: donaustadt, eßling, eßlinger kulturfleckerl, eßlinger kulturstadl, helmut piller, jenny bell, michael pewny, veronika floigl, wolfgang hammer
Jenny Bell und weitere Bands beim 10. Eßlinger Maibaumfest
Im und um den Kulturstadl Eßling fand das 10. Eßlinger Maibaumfest mit viel Musik und guter Laune statt. Gewundert hat mich, dass trotz diverser anderer Veranstaltungen im Bezirk, sich doch so viele Menschen hier eingefunden haben. Die Konkurrenz war beträchtlich. In Aspern am Flugfeld hatte man das letzte Mal die Möglichkeit einem Rennen beizuwohnen bevor dieses Areal verbaut wird. Im Vorstadtbeisl Selitsch waren die Edlseer zu Gast. Der sonntägliche Flohmarkt im nahen Großenzersdorf lockt auch immer viele Menschen an. Auch die beliebten Blumengärten Hirschstetten haben bereits seit längerem ihre Pforten geöffnet.
Für mich stand schon seit vielen Wochen fest, dass ich nach Eßling fahre, denn Jenny Bell verkörpert für mich Lebenslust pur. Wer sich davon nicht mitreißen lässt, dem kann nicht mehr geholfen werden.
Für mich stand schon seit vielen Wochen fest, dass ich nach Eßling fahre, denn Jenny Bell verkörpert für mich Lebenslust pur. Wer sich davon nicht mitreißen lässt, dem kann nicht mehr geholfen werden.
Bei meiner Ankunft kurz nach 11.00 Uhr hörte ich zwar bereits von weitem Musik, aber es war klar, dass es dem Klang nach eine andere Gruppe als Bell & Hammer sein musste. Das Klavierspiel stach besonders heraus und es zog mich sofort zur Bühne. Großartig, wie der Mann spielte und mit einer Leichtigkeit, ohne auf die Tastatur zu blicken. Er schäkerte mit meinem Fotoapparat und unbeirrt tanzten seine Finger auf den Tasten weiter. Ein Mann der Bühne - ein Showmensch, der sein Handwerk bestens versteht. Das Gefühl, dass ich ihn kennen müsste, ließ mich bei der Bühne verharren. Einige liebe Bekannte kamen auf mich zu und auf meine Frage bezüglich der auftretenden Künstler, bekam ich das Programmhefterl "impulse" ausgehändigt. Da las ich, dass JennyBell und Wolfgang Hammer erst um 15.30 Uhr auftreten.
Aber das Ah-Erlebnis war, als ich "Michael Pewny Band" las. Gestehen muss ich, dass mir seine Band-Mitglieder nicht bekannt sind, aber Michael Pewny, besonders in Verbindung mit Boogie-Woogie, ist natürlich ein Begriff. Jetzt wunderte ich mich über das Können dieses Meisters nicht mehr. Klavierspiel vom Feinsten! Dass ich ihn noch nie live erlebt habe...schlecht für mich! Da habe ich mir schon etwas entgehen lassen. Aber das Leben ist nicht immer nur Vergnügen.
Die Begrüßung übernahm in Vertretung der verhinderten Obfrau Angela Hannappi, deren Stellvertreter, Heinz Zachistal. Es verabschiedete sich der bisherige Obmann, Roman Kuntner, der mit viel Liebe und Einsatz dieses besondere Projekt zu dem gemacht hat, das es nun zumindest auf gleichem Niveau zu halten heißt. Hier wurde Großartiges geleistet und der Mann mit seinem Team kann stolz auf diesen Erfolg sein.
Auch Gemeinderätin und Landtagsabgeordnete, Veronika Floigl, würdigte die kulturelle Arbeit, die weit über die Grenzen des Bezirks hinaus bekannt ist. Als Vertretung des verhinderten BV Norbert Scheed, sprach Bezirksrat Helmut Piller, Vorsitzender der Kulturkommission, den engagierten Mitarbeitern für ihren Idealismus ein großes Lob aus.
Fällt gesprächsweise irgendwo Eßling, wird nicht mehr nachgefragt wo das liegt, sondern die Verbindung mit Fatty George und Bill Grah kommt postwendend. Unbedingt zu empfehlen ist das zu besichtigende Fatty George Museum, von dessen umfangreichen Sammelstücken ich restlos begeistert war.
Styrian Country Music-Project mit Bernd Kofler wollte ich auch nicht verpassen und ich habe es nicht bereut doch noch zu bleiben. Schweren Herzens fuhr ich nach Hause, während diese Band noch spielte, denn danach war wieder die Michael Pewny Band an der Reihe und da hätte ich mich noch schwerer gelöst.
Zum Auftritt Bell & Hammer war ich wieder zur Stelle, denn sie waren für diesen Tag der Grund meines Kommens. Wer Jenny Bell, dieses zierliche, quirlige Persönchen zum ersten Mal auf der Bühne erlebt, wird wohl sehr erstaunt sein, welch kräftige Stimme in ihr wohnt. Ihr liegen Afro Latin, Cuban, Jazz, ebenso im Blut wie Soul, Blues oder Gospel, wobei sie bei letzterem auf Hochzeiten bei Taufen oder auch bei Gospelmessen besonders punkten kann. Ihr zur Seite steht vokal Wolfgang Hammer, der aber auch für die instrumentale Begleitung auf seiner Gitarre zuständig ist. Ein Team, "Schwarz-Weiß", das sich nicht besser hätte finden können. Hammer ist für mich auch deshalb "ein Hammer", weil er sich - seines Könnens bewusst - meist im Hintergrund hält und Jenny Bell agieren lässt. Selbst nennen sie sich gerne augenzwinkernd, bedingt durch die kontrastäre Hautfarbe, "Melange". Doppelt passend, weil sie auch gerne in Kaffeehäusern, aber auch zum Tanz aufspielen, wobei ein Wienerlied schnell einmal sich als Rumba wiederfindet.
Heute haben sie zusätzliche Verstärkung mitgebracht. Es ist zum einen Mal der Schwarzafrikaner Phillip Lamasisi, der gleichermaßen Gitarre, wie auch seine Bluesharp beherrscht und zum anderen Lorènzo Gàngi, Volksschullehrer, aus Italien stammend, zuständig als Schlagzeuger, der passend zu den verschiedenen Songs, zu allen möglichen verwandten Musikinstrumenten wechselte. Er liebt die Afrokubanische Musik und Westafrikanische Percussion. Bei ihm hat es den Anschein, dass er während des Spiels in eine andere Welt versinkt. Wird auch so sein.
Die zwei Stunden, die diese Band auf der Bühne stand vergingen viel zu schnell; aber einmal ist Schluss. Die nächstbeste Gelegenheit die sich mir bietet, werde ich sicher wieder nützen.
Das Publikum war gut drauf (was an den Fotos leicht zu erkennen ist) und die nächste Band stieg mit viel Schwung ein und mit noch mehr Schwung auch auf die Tische. Günther Krammer, Martin Rauth und Dado Kras unterhielten professionell mit Country und Western Music. Es waren die Texas Riders, die auch schon auftraten, während ich am frühen Nachmittag nicht anwesend war. Sehr temperamentvoll und schmissig klang dieses Fest mit dieser Band aus und das Publikum quittierte mit viel Applaus. Ein Lob auch für die Technik, die immer am Rande agiert und nur auffällt, wenn es Probleme gibt.
Für viele Besucher ist das Kulturfleckerl zum beliebten Freizeitvergnügen geworden und wir hoffen alle, dass es nicht dem Sparstift zum Opfer fällt. Die Mitarbeiter und Sponsoren werden sicher ihr Möglichstes tun, um es in gleichbleibender Qualität weiter zu erhalten.
http://fotos.wien22.net/20090426MaibaumfestImEsslingerKulturstadlMitJennyBellUndWeiterenBands/index.html
Aber das Ah-Erlebnis war, als ich "Michael Pewny Band" las. Gestehen muss ich, dass mir seine Band-Mitglieder nicht bekannt sind, aber Michael Pewny, besonders in Verbindung mit Boogie-Woogie, ist natürlich ein Begriff. Jetzt wunderte ich mich über das Können dieses Meisters nicht mehr. Klavierspiel vom Feinsten! Dass ich ihn noch nie live erlebt habe...schlecht für mich! Da habe ich mir schon etwas entgehen lassen. Aber das Leben ist nicht immer nur Vergnügen.
Die Begrüßung übernahm in Vertretung der verhinderten Obfrau Angela Hannappi, deren Stellvertreter, Heinz Zachistal. Es verabschiedete sich der bisherige Obmann, Roman Kuntner, der mit viel Liebe und Einsatz dieses besondere Projekt zu dem gemacht hat, das es nun zumindest auf gleichem Niveau zu halten heißt. Hier wurde Großartiges geleistet und der Mann mit seinem Team kann stolz auf diesen Erfolg sein.
Auch Gemeinderätin und Landtagsabgeordnete, Veronika Floigl, würdigte die kulturelle Arbeit, die weit über die Grenzen des Bezirks hinaus bekannt ist. Als Vertretung des verhinderten BV Norbert Scheed, sprach Bezirksrat Helmut Piller, Vorsitzender der Kulturkommission, den engagierten Mitarbeitern für ihren Idealismus ein großes Lob aus.
Fällt gesprächsweise irgendwo Eßling, wird nicht mehr nachgefragt wo das liegt, sondern die Verbindung mit Fatty George und Bill Grah kommt postwendend. Unbedingt zu empfehlen ist das zu besichtigende Fatty George Museum, von dessen umfangreichen Sammelstücken ich restlos begeistert war.
Styrian Country Music-Project mit Bernd Kofler wollte ich auch nicht verpassen und ich habe es nicht bereut doch noch zu bleiben. Schweren Herzens fuhr ich nach Hause, während diese Band noch spielte, denn danach war wieder die Michael Pewny Band an der Reihe und da hätte ich mich noch schwerer gelöst.
Zum Auftritt Bell & Hammer war ich wieder zur Stelle, denn sie waren für diesen Tag der Grund meines Kommens. Wer Jenny Bell, dieses zierliche, quirlige Persönchen zum ersten Mal auf der Bühne erlebt, wird wohl sehr erstaunt sein, welch kräftige Stimme in ihr wohnt. Ihr liegen Afro Latin, Cuban, Jazz, ebenso im Blut wie Soul, Blues oder Gospel, wobei sie bei letzterem auf Hochzeiten bei Taufen oder auch bei Gospelmessen besonders punkten kann. Ihr zur Seite steht vokal Wolfgang Hammer, der aber auch für die instrumentale Begleitung auf seiner Gitarre zuständig ist. Ein Team, "Schwarz-Weiß", das sich nicht besser hätte finden können. Hammer ist für mich auch deshalb "ein Hammer", weil er sich - seines Könnens bewusst - meist im Hintergrund hält und Jenny Bell agieren lässt. Selbst nennen sie sich gerne augenzwinkernd, bedingt durch die kontrastäre Hautfarbe, "Melange". Doppelt passend, weil sie auch gerne in Kaffeehäusern, aber auch zum Tanz aufspielen, wobei ein Wienerlied schnell einmal sich als Rumba wiederfindet.
Heute haben sie zusätzliche Verstärkung mitgebracht. Es ist zum einen Mal der Schwarzafrikaner Phillip Lamasisi, der gleichermaßen Gitarre, wie auch seine Bluesharp beherrscht und zum anderen Lorènzo Gàngi, Volksschullehrer, aus Italien stammend, zuständig als Schlagzeuger, der passend zu den verschiedenen Songs, zu allen möglichen verwandten Musikinstrumenten wechselte. Er liebt die Afrokubanische Musik und Westafrikanische Percussion. Bei ihm hat es den Anschein, dass er während des Spiels in eine andere Welt versinkt. Wird auch so sein.
Die zwei Stunden, die diese Band auf der Bühne stand vergingen viel zu schnell; aber einmal ist Schluss. Die nächstbeste Gelegenheit die sich mir bietet, werde ich sicher wieder nützen.
Das Publikum war gut drauf (was an den Fotos leicht zu erkennen ist) und die nächste Band stieg mit viel Schwung ein und mit noch mehr Schwung auch auf die Tische. Günther Krammer, Martin Rauth und Dado Kras unterhielten professionell mit Country und Western Music. Es waren die Texas Riders, die auch schon auftraten, während ich am frühen Nachmittag nicht anwesend war. Sehr temperamentvoll und schmissig klang dieses Fest mit dieser Band aus und das Publikum quittierte mit viel Applaus. Ein Lob auch für die Technik, die immer am Rande agiert und nur auffällt, wenn es Probleme gibt.
Für viele Besucher ist das Kulturfleckerl zum beliebten Freizeitvergnügen geworden und wir hoffen alle, dass es nicht dem Sparstift zum Opfer fällt. Die Mitarbeiter und Sponsoren werden sicher ihr Möglichstes tun, um es in gleichbleibender Qualität weiter zu erhalten.
http://fotos.wien22.net/20090426MaibaumfestImEsslingerKulturstadlMitJennyBellUndWeiterenBands/index.html
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