Wednesday, 20. May 2009
Geschrieben von Helga Schenk
in Berichte um
21:12
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Tags für diesen Artikel: donaustadt, erich zib, ernst franzan, harry matzl, heurigenlieder, neu kagraner stadl, wienerlieder
Erich Zib und Harry Matzl im Neu Kagraner Stadl
Der Neu Kagraner Stadl im 22. Bezirk in der Rugierstraße 6, mit seinem flinken Personal, könnte, wenn es sich erst so richtig herumgesprochen hat zu einem regelrechten Fan-Club Lokal von Freunden der Wienerlied-Szene werden. Passend dazu die Optik des Lokals und dieser herrliche Baumbestand des Gartens.
Wer an einem Mittwoch ab 19.00 Uhr versucht vorüber zu gehen, wird sich dabei mit ziemlicher Sicherheit schwer tun, wenn er Heurigenstimmung liebt. Musiker mit Rang und Namen geben sich hier wöchentlich die Ehre. Diesmal wieder Erich Zib mit seinem Akkordeon und der Knöpferlharmonika in Begleitung von Harry Matzl auf der Kontragitarre.
Wer an einem Mittwoch ab 19.00 Uhr versucht vorüber zu gehen, wird sich dabei mit ziemlicher Sicherheit schwer tun, wenn er Heurigenstimmung liebt. Musiker mit Rang und Namen geben sich hier wöchentlich die Ehre. Diesmal wieder Erich Zib mit seinem Akkordeon und der Knöpferlharmonika in Begleitung von Harry Matzl auf der Kontragitarre.
Der vergangene Mittwoch war wieder so ganz nach meinem Geschmack. Erich Zib ist für mich ohnehin "das Wienerlied in Person".
Er besitzt das gesamte Hintergrundwissen und vor allem spürt man bei ihm die Verbundenheit zu dieser Musik. Sie ist sein Lebensinhalt. Familie natürlich ausgenommen, die ist selbstverständlich vorrangig.
Wenn er singt und spielt, dann wäre es eine Sünde, sich etwas anderes als ein Glaserl Wein zu bestellen. Essen sollte man vorher, während der Pause oder wenn man ohnehin nicht mitsingt natürlich auch während des Auftritts der Musiker. Aber verzichten darf man auf keinen Fall auf die kulinarischen Schmankerl. Wird man sowieso nicht fertig bringen, weil es so vortrefflich duftet.
An diesem Abend wurde an drei Tischen Geburtstag gefeiert. Da blieb es nicht aus, dass man die "Geburtstagskinder" hoch leben ließ.
Was mich immer besonders freut ist, wenn Gäste aus dem benachbarten Ausland sich so sehr für die Wiener Musik begeistern können, dass ihnen keine Strapaze zu groß ist, um ihr nachzureisen. Ein Ehepaar aus Stuttgart entschließt sich kurzfristig nach Wien zu reisen und quartiert sich in einem Hotel im 1.Bezirk ein. Noch am gleichen Abend fahren sie bis in den 22. Bezirk, weil sie im Internet diese Veranstaltung entdeckten und sich durch die Werbung angesprochen fühlten. Ich denke es war keine Höflichkeitsfloskel, als sie sich positiv über diesen Abend äußerten. Dazu sagen muss ich, wenn alle Deutschen so nett sind wie dieses Paar es war, dann haben wir Österreicher starken Nachholbedarf.
Großen Besuch bekam unser Wienerlied-Duo von einem Musikerkollegen. Ernst Franzan machte sich mit seiner Frau ebenfalls einen gemütlichen Abend wurde mit großer Freude willkommen geheißen und sofort gebeten, doch mitzusingen. Ehrensache für Ernst Franzan, aber das Akkordeon hatte er natürlich nicht dabei. Das ist eine Kollegialität bei der man merkt, dass jeder den anderen schätzt und das tut der Seele gut. Missgunst und Neid haben beim Wienerlied nichts zu suchen; es würde dem Image schaden. Leben und leben lassen ist hier das Motto!
Harry Matzl hat wieder einmal spüren lassen, dass er, obwohl noch gar nicht so lange in diesem Metier beheimatet, bereits ein sehr großes Repertoire an Melodien und Texten beherrscht. Auch zeigt er starke Ambitionen zum Entertainer. Kontragitarre und Wienerlied - eine wunderbare Ergänzung zu Erich Zib's Akkordeon.
Um 22.00 Uhr musste schön langsam, vor allem der Nachbarn wegen, an's Aufhören gedacht werden und Erich Zib packte recht ungern seine Instumente weg. Harry machte seine Späße weiter und sang noch amüsante Liedchen. Das motivierte eine Dame mit viel Talent, uns ein Couplet zu Gehör zu bringen. Sie machte ihre Sache so genial, dass es schade war, dass schon ein Großteil der Gäste gegangen war. Trotz der langen schwierigen Texte schüttelte sie noch eine Zugabe aus dem Ärmel. Witzig satirisch mit dem typisch markantem Refrain, der aussagekräftig alles auf den Punkt bringt. Wir mussten so herzlich lachen und die Dame heimste damit genau so ihren wohlverdienten Applaus ein, wie die Musiker davor.
Diese lockere Ungezwungenheit, das nicht nach einem "Schema F" abgespulte Geschehen solcher Veranstaltungen macht die Atmosphäre bei einem Heurigen- oder Wienerliedabend um so vieles anders. Nirgends sonst wird das Publikum so mit einbezogen, als bei diesen musikalischen Zusammenkünften und deshalb hat man beim Weggehen immer das Gefühl, dass man sich von Freunden verabschiedet, obwohl man die Menschen beim Kommen noch gar nicht kannte.
Es war wieder einmal so richtig gemütlich, mit vielen persönlichen Eindrücken!
PS.: Sehr wienerisch geht es auch auf den Fahrten mit der "MS Vindobona" zu. Jeden Donnerstag ab 19.30 Uhr, Stiegenabgang zum Donaukanal vom Schwedenplatz weg. Näheres unter http://www.heurigenmusik.at/
http://fotos.wien22.net/20090520ErichZibUndHarryMatzlImNeuKagranerStadl/index.html
Er besitzt das gesamte Hintergrundwissen und vor allem spürt man bei ihm die Verbundenheit zu dieser Musik. Sie ist sein Lebensinhalt. Familie natürlich ausgenommen, die ist selbstverständlich vorrangig.
Wenn er singt und spielt, dann wäre es eine Sünde, sich etwas anderes als ein Glaserl Wein zu bestellen. Essen sollte man vorher, während der Pause oder wenn man ohnehin nicht mitsingt natürlich auch während des Auftritts der Musiker. Aber verzichten darf man auf keinen Fall auf die kulinarischen Schmankerl. Wird man sowieso nicht fertig bringen, weil es so vortrefflich duftet.
An diesem Abend wurde an drei Tischen Geburtstag gefeiert. Da blieb es nicht aus, dass man die "Geburtstagskinder" hoch leben ließ.
Was mich immer besonders freut ist, wenn Gäste aus dem benachbarten Ausland sich so sehr für die Wiener Musik begeistern können, dass ihnen keine Strapaze zu groß ist, um ihr nachzureisen. Ein Ehepaar aus Stuttgart entschließt sich kurzfristig nach Wien zu reisen und quartiert sich in einem Hotel im 1.Bezirk ein. Noch am gleichen Abend fahren sie bis in den 22. Bezirk, weil sie im Internet diese Veranstaltung entdeckten und sich durch die Werbung angesprochen fühlten. Ich denke es war keine Höflichkeitsfloskel, als sie sich positiv über diesen Abend äußerten. Dazu sagen muss ich, wenn alle Deutschen so nett sind wie dieses Paar es war, dann haben wir Österreicher starken Nachholbedarf.
Großen Besuch bekam unser Wienerlied-Duo von einem Musikerkollegen. Ernst Franzan machte sich mit seiner Frau ebenfalls einen gemütlichen Abend wurde mit großer Freude willkommen geheißen und sofort gebeten, doch mitzusingen. Ehrensache für Ernst Franzan, aber das Akkordeon hatte er natürlich nicht dabei. Das ist eine Kollegialität bei der man merkt, dass jeder den anderen schätzt und das tut der Seele gut. Missgunst und Neid haben beim Wienerlied nichts zu suchen; es würde dem Image schaden. Leben und leben lassen ist hier das Motto!
Harry Matzl hat wieder einmal spüren lassen, dass er, obwohl noch gar nicht so lange in diesem Metier beheimatet, bereits ein sehr großes Repertoire an Melodien und Texten beherrscht. Auch zeigt er starke Ambitionen zum Entertainer. Kontragitarre und Wienerlied - eine wunderbare Ergänzung zu Erich Zib's Akkordeon.
Um 22.00 Uhr musste schön langsam, vor allem der Nachbarn wegen, an's Aufhören gedacht werden und Erich Zib packte recht ungern seine Instumente weg. Harry machte seine Späße weiter und sang noch amüsante Liedchen. Das motivierte eine Dame mit viel Talent, uns ein Couplet zu Gehör zu bringen. Sie machte ihre Sache so genial, dass es schade war, dass schon ein Großteil der Gäste gegangen war. Trotz der langen schwierigen Texte schüttelte sie noch eine Zugabe aus dem Ärmel. Witzig satirisch mit dem typisch markantem Refrain, der aussagekräftig alles auf den Punkt bringt. Wir mussten so herzlich lachen und die Dame heimste damit genau so ihren wohlverdienten Applaus ein, wie die Musiker davor.
Diese lockere Ungezwungenheit, das nicht nach einem "Schema F" abgespulte Geschehen solcher Veranstaltungen macht die Atmosphäre bei einem Heurigen- oder Wienerliedabend um so vieles anders. Nirgends sonst wird das Publikum so mit einbezogen, als bei diesen musikalischen Zusammenkünften und deshalb hat man beim Weggehen immer das Gefühl, dass man sich von Freunden verabschiedet, obwohl man die Menschen beim Kommen noch gar nicht kannte.
Es war wieder einmal so richtig gemütlich, mit vielen persönlichen Eindrücken!
PS.: Sehr wienerisch geht es auch auf den Fahrten mit der "MS Vindobona" zu. Jeden Donnerstag ab 19.30 Uhr, Stiegenabgang zum Donaukanal vom Schwedenplatz weg. Näheres unter http://www.heurigenmusik.at/
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