Tuesday, 8. December 2009
Geschrieben von Helga Schenk
in Berichte um
21:40
Kommentare (0)
Trackbacks (0)
Kommentare (0)
Trackbacks (0)
Tags für diesen Artikel: birgit sarata, floridsdorf, hdb floridsdorf, heinz lehner, johannes heesters, kurt landsmann, peter lutz, prof. leopold großmann, prof. vera svoboda, renate holm, robert stolz club österreich, sabine mach, waltraut haas
25. Weihnachtsgala Floridsdorf mit Johannes Heesters
25 Jahre Weihnachtsgala! Eine Benefizveranstaltung, die jedes Jahr den Saal im HdB Floridsdorf, Angerer Straße, füllt. Das bedarf natürlich besonderer Vorbereitungen und eines besonderen Rahmens. Genial gelöst von den Verantwortlichen! An einem Großaufgebot prominenter Künstler durfte man sich erfreuen.
Allen voran, wobei man ruhig von einem Aushängeschild sprechen kann, natürlich Johannes Heesters. Selbstverständlich mit Gattin Simone Rethel.
Aber ebenso begeisterten mit großartigen Darbietungen KS Renate Holm, Waltraut Haas, Erwin Strahl, Sabine Mach (Wiener Blut), Heiko Reissig (Berliner Charme), Prof. Wilhelm Schupp (Operetten-Intendant), Prof. Leopold Großmann (Kapellmeister, Pianist und Komponist), Gabriel Partocs (Geige), Florian Fries (Pianist), der Musikverein Leopoldau mit Kapellmeister Herbert Klinger, sowie eine Abordnung des Metropolorchesters Bratislava unter der Leitung von Roman Pálka.
Durch das Programm führten Sabine Mach und wie schon all die Jahre zuvor, Peter Lutz, Präsident des Robert Stolz Club Österreich, der hier gekonnt Regie führte.
Eine Überraschung waren für mich die vielen prominenten Gäste, die ich gar nicht zu erwähnen wage, da ich damit sicher einen Volltreffer in alle vorhandenen Fettnäpfchen lande. Sie saßen nicht nur in der ersten Reihe, sondern fühlten sich, wie es schien, auch in den hinteren Reihen sehr wohl. Beim Eintreffen von KS Birgit Sarata ging ein Raunen durch den Saal. Die TV-Stationen, Radio und Presse hatten schon längst ihre Positionen eingenommen.
Kurz auf den Punkt gebracht: der Erfolg war vorprogrammiert! Das war aber an diesem Tag noch lange nicht alles!
Allen voran, wobei man ruhig von einem Aushängeschild sprechen kann, natürlich Johannes Heesters. Selbstverständlich mit Gattin Simone Rethel.
Aber ebenso begeisterten mit großartigen Darbietungen KS Renate Holm, Waltraut Haas, Erwin Strahl, Sabine Mach (Wiener Blut), Heiko Reissig (Berliner Charme), Prof. Wilhelm Schupp (Operetten-Intendant), Prof. Leopold Großmann (Kapellmeister, Pianist und Komponist), Gabriel Partocs (Geige), Florian Fries (Pianist), der Musikverein Leopoldau mit Kapellmeister Herbert Klinger, sowie eine Abordnung des Metropolorchesters Bratislava unter der Leitung von Roman Pálka.
Durch das Programm führten Sabine Mach und wie schon all die Jahre zuvor, Peter Lutz, Präsident des Robert Stolz Club Österreich, der hier gekonnt Regie führte.
Eine Überraschung waren für mich die vielen prominenten Gäste, die ich gar nicht zu erwähnen wage, da ich damit sicher einen Volltreffer in alle vorhandenen Fettnäpfchen lande. Sie saßen nicht nur in der ersten Reihe, sondern fühlten sich, wie es schien, auch in den hinteren Reihen sehr wohl. Beim Eintreffen von KS Birgit Sarata ging ein Raunen durch den Saal. Die TV-Stationen, Radio und Presse hatten schon längst ihre Positionen eingenommen.
Kurz auf den Punkt gebracht: der Erfolg war vorprogrammiert! Das war aber an diesem Tag noch lange nicht alles!
Vor 25 Jahren hatte Kurt Landsmann, damals noch amtierender Bezirksvorsteher von Floridsdorf, in Zusammenarbeit mit Peter Lutz, Präsident des Robert Stolz Club Österreich und dem Kulturforum 21, die Weihnachtsgala für bedürftige Floridsdorfer als Benefizveranstaltung ins Leben gerufen. BV Ing. Heinz Lehner, hat der guten Sache wegen, natürlich an der bereits zur Tradition gewordenen Einrichtung festgehalten.
So wie das Outfit des Moderatorenteams bestach, so festlich gestaltete sich auch dieser Nachmittag und Abend und so souverän wurde auch durch das Programm geführt. Selbstsicherheit und spürbar die jahrelange Routine bei Peter Lutz, ein Strahlen in den Augen, viel angeborener Charme und Liebenswürdigkeit bei Sabine Mach (Sängerin). Ein sich wahrhaft gut ergänzendes Moderatorenpaar.
Musikalisch verwöhnte gleich zu Beginn der Musikverein Leopoldau unter Kapellmeister Herbert Klinger.Ob der "Weibermarsch" für die Allgemeinheit gedacht war oder nur für jene die sich angesprochen fühlten, wollen wir im Nachhinein nicht mehr ausdiskutieren.
BV Ing. Heinz Lehner machte nicht dem Moderator Konkurrenz, nein, er überraschte, nachdem auch er kurz dieses besondere Jubiläum ansprach, Peter Lutz mit der Ehrenmedaille von Wien-Floridsdorf. Peter Lutz, Präsident des Robert Stolz Club, war nicht nur seit der Gründung der Floridsdorfer Weihnachtsgala als Moderator jedes Jahr zur Stelle, nein, ihm ist es auch zu verdanken, dass eine solche Berühmtheit, wie es Johannes Heesters ist, auf dieser Bühne zu bewundern war. Sichtlich erfreut, aber nicht die Spur sprachlos, dankte Peter Lutz für diese wie es schien unerwartete Ehrung, kündigte gleich darauf - vollkommen Profi - nochmals den Leopoldauer Musikverein an, überließ aber danach passender Weise die Ankündigung von Heiko Reissig Sabine Mach.
Nicht das erste Mal steht der Tenor heute mit KS Renate Holm und auch mit Johannes Heesters auf der Bühne. Heiko Reissig, der weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt ist, liebt zwar die Operette, ist aber auch Schauspieler, Regisseur, Intendant und Produzent.
Der Sänger unterbrach nach kurzem Ansingen, entschuldigte sich, dass er aufgrund dieses Auftritts in Wien etwas nervös sei und hatte sich durch diese kokette kleine Schwindelei die volle Aufmerksamkeit aller Anwesenden geholt. So ein charmantes Schlitzohr! Der Applaus danach zeigte, dass seine Rechnung voll aufgegangen war.
Sabine Mach (Klassik, Operette, Musical, Schauspiel) sang im Duett mit Operetten-Intendant Prof. Wilhelm Schupp. Die Sängerin genießt hier natürlich Heimvorteil, wo sie großzügig den lang anhaltenden Applaus mit ihrem Gesangspartner teilen konnte.
Werden hervorragende Sänger dann noch von einem Prof. Leopold Großmann am Klavier begleitet, dem jeder Künstler der Musikszene höchste Anerkennung zollt, dann kann man nur mehr von musikalischer Vollkommenheit sprechen.
Bei Sabine Machs Solo-Auftritt flogen ihr auch an diesem Tag sofort alle Herzen zu. Diese Stimme verblüfft jedes Mal von neuem. Hoffentlich ist "Österreich" aufmerksam genug, um sie nicht ans Ausland zu verlieren.
Wenn Waltraut Haas und Erwin Strahl die Bühne betreten, werden viele Erinnerungen der Jugendzeit geweckt. Musikalisch führte dieses Ehepaar die hier Anwesenden Jahrzehnte zurück. Viele im Publikum konnten alte Zeiten Revue passieren lassen. Nostalgie hat schon was für sich. Vor allem Waltraut Haas wird vom Publikum geschätzt und geliebt. Diesmal begleitete der junge Pianist, Florian Fries, das so jung wirkende Paar am Klavier.
Nun wird Johannes Heesters auf der Bühne erwartet, wo er doch schon längst eingetroffen ist und auf seinen Auftritt wartet. Doch da bittet ganz feierlich Peter Lutz Kurt Landsmann, BV i. R., der auch Präsident von "D' echten Weaner" ist, auf die Bühne. Der Moderator, Präsident des Robert Stolz Club, überreicht ihm die "Goldene Robert Stolz Plakette" für sein jahrelanges Engagement bezüglich der Erhaltung des Wienerliedes, von denen Robert Stolz uns ja wirklich eine Vielzahl zum Geschenk machte.
Die Freude war Kurt Landsmann anzusehen und obwohl das nicht seine erste Auszeichnung war, merkte man an der Wortwahl seiner Dankesrede deutlich, dass er diesmal besonders stolz war, dass ihm diese Ehre zuteil wurde. Wenn ich nur an das Donauinselfest denke, wo es für das Wienerlied beim Millennium-Tower ein eigenes Areal gibt, das diesem Mann seine Entstehung verdankt, sowie die großartigen Veranstaltungen im Wiener Rathaus oder so wie hier im HdB Floridsdorf; ebenso im Bezirksmuseum und im VH Siemensstraße, dann hat hier Peter Lutz wahrhaftig den richtigen Mann für diese Auszeichnung gewählt. Von Johannes Heesters, ist Kurt Landsmann seit frühester Jugend ein großer Bewunderer. Zufall oder Absicht von Peter Lutz, dass Kurt Landsmann Johannes Heesters auch für ein nettes persönliches Gespräch zur Verfügung stand? Bestimmt ein Tag, der nicht nur diesem Mann immer in Erinnerung bleiben wird. Wenn jemand also für all sein Wirken eine Auszeichnung verdient, dann dieser Mann.
Tolle Entscheidung!
Noch ist der Applaus für den ehemaligen Bezirksvorsteher von Floridsdorf nicht verebbt, braust er donnernd wieder auf, denn nun betritt auch Johannes Heesters mit Gattin Simone Rethel die Bühne. Dieser genießt die akustische Ehrerbietung, denn dass sich das Publikum von den Stühlen erhebt, dürfte ihm seine Frau ins Ohr geflüstert haben. Er lächelt und jeder kann sehen, dass dieser Mann beim Betreten der Bühne, aufblüht.
Als Johannes Heesters, am Klavier stehend zu singen beginnt, wird es wieder ganz still. Mag er auch gebrechlich wirken, der Mann hat Kraft in der Stimme und hier käme niemandem in den Sinn, an sein wahres Alter zu denken. Es fällt einem dazu nur ein: unglaublich , unwahrscheinlich, woher nimmt er diese Kraft, wie ist das nur möglich? Er strahlt Lebenslust und Lebensfreude aus und wer das nicht spürt, ist bei Heesters fehl am Platz. Wer kennt nicht all die Lieder, die man in einem Atemzug mit seinem Namen nennt?! Aber die Pause macht vorerst dem Unermüdlichen klar, dass sein Duett mit KS Renate Holm noch etwas warten muss.
Ich bin ein Fan von Sabine Rethel, oder richtiger - ich mag sie einfach sehr, aber Johannes Heesters war für mich schon eine ganz große, positive Überraschung. In ihm wohnt noch immer ein wacher Geist, auch ist er ein aufmerksamer Zuhörer. Er sagt ganz nebenbei, dass er halt leider nichts mehr sieht, dass es aber nicht so schlimm wäre, weil er ja Leute um sich habe, auf die er sich verlassen könne. Sein Manager, aber vor allem seine Frau, weichen ihm nicht von der Seite. Es ist schön, das alles so hautnah mitzuerleben. Immer wieder reißt es Begeisterte von den Stühlen und sie rufen ihm lautstark ein Bravo entgegen. Dafür neigt der Sänger dankend sein Haupt, vergisst aber auch nicht, seinen jungen Begleiter, Florian Fries am Klavier zu sich zu bitten, um ihn dem Publikum vorzustellen.
Während der Pause, die auch ich brauchte, schoss ich zwar noch Fotos von BV Ing. Heinz Lehner mit Kurt Landsmann, der extra für mich, die neu erworbene Robert Stolz Plakette nochmals stolz präsentierte. Ebenso von Prof. Vera Svoboda-Macko mit einer Freundin, freute mich über Kurt Landsmanns Gattin und ihre Mutter, hielt auch Dorli Winter, die Witwe Horst Winters, und KS Birgit Sarata fotografisch fest, erwischte Waltraut Haas und Erwin Strahl bei einem Interview, entdeckte Wolfgang Dosch, Vizepräsident von der Franz Lehar Gesellschaft, Sonja Schmidt, die maßgeblich für Organisatorisches zuständig war mit Gatten Kurt, vom Kulturforum 21; ich sprach mit Gästen aus Holland und Deutschland und so war die Pause schneller vorbei als mir lieb war.
Bevor nun nochmals der Ehrengast auf die Bühne kam, hörten wir, diesmal ohne der charmanten Sabine Mach, aber dafür wieder als Begleitung am Klavier Prof. Leopold Großmann, die Stimme von Prof. Wilhelm Schupp. Was wären wir Wiener ohne Operette?!
Danach ging nochmals so richtig die Post ab, denn Jopie Heesters sang nun mit KS Renate Holm, die, so wie viele andere Künstler hier auch, bereits der Feier im Rathaus beiwohnte. Mit dieser Frau an seiner Seite wartete ich nur mehr auf ein Tänzchen. Sein Lächeln verriet, wie viel Freude ihm dieses Duett bereitete.
Unter der instrumentalen Begleitung, sowohl seines Pianisten als auch wieder von Gabriel Partocs und dem Metropolorchester Bratislava unter der Leitung von Roman Pálka, hatte, wie es schien, sowohl das Duo als auch das Publikum gleich viel Freude. Weder diese noch die Interpreten zeigten Ermüdungserscheinungen. Jopie holte danach noch seine zauberhafte Frau, in elegantem Schwarz, zu sich und nun wurde es total gemütlich und persönlich. Alle Künstler versammelten sich auf der Bühne und die Sänger, inklusive Publikum vereinten sich zu einem wohlklingenden Chor. Sektkorken knallten, und es wurde nochmals auf Jopies 106. Geburtstag angestoßen.
Fast wie im Vorbeigehen gab es während des "Sektgelages" noch eine weitere "Goldene Robert Stolz Medaille" für Johannes Heesters, überreicht wieder vom Präsidenten, Peter Lutz.
Nun mussten alle ein Geburtstagsständchen für den Jubilar singen. Hätten wir gerne getan, aber die Vorgabe war Holländisch. Obwohl vom Geburtstagskind etappenweise vorgesungen, wurde es im Saal hörbar leiser. Da waren wir schon ziemlich überfordert. Die Holländer im Saal waren klar im Vorteil aber eben nur eine kleine Minderheit. Die Melodie ging ins Ohr, also beschränkten wir uns auf ein Lalala und auch Simone Rethel, natürlich der Sprache mächtig, half uns mit kräftiger Stimme über die Runden. Lustig war es allemal.
BV Heinz Lehner verwöhnte die Damen auf der Bühne mit wunderschönen Blumensträußen und das Publikum bedankte sich für diesen außergewöhnlichen Nachmittag und Abend mit nicht enden wollendem Applaus.
"Vorhang", befahl Johannes Heesters, aber der hätte, so wie sein Bistro-Tischchen stand, alle hier abgestellten Gläser samt Sekt weggefegt. Sabine Mach hatte die Lage als Erste durchschaut und bereinigte mit flinker Reaktion die Situation. So kleine Pannen sind das Salz in der Suppe und amüsierte die Gäste ungemein.
Dass Johannes Heesters danach ohne Scheu noch mit dem einen oder anderen Gast plauderte und auch noch vereinzelt fotografiert wurde ohne dass jemand abblockte, fand ich bemerkenswert.
Allerdings hatte die Executive immer die vollkommene Kontrolle über die jeweilige Situation.
War bestimmt nicht nur für mich ein schönes Erlebnis, diese 25. Weihnachtsgala. Ich sage, sicher auch im Namen vieler Gäste,ein Dankeschön an die Initiatoren beziehungsweise Verantwortlichen!
http://fotos.wien22.net/20091208JohannesHeestersBeiWeihnachtsgalaInFloridsdorf/index.html
So wie das Outfit des Moderatorenteams bestach, so festlich gestaltete sich auch dieser Nachmittag und Abend und so souverän wurde auch durch das Programm geführt. Selbstsicherheit und spürbar die jahrelange Routine bei Peter Lutz, ein Strahlen in den Augen, viel angeborener Charme und Liebenswürdigkeit bei Sabine Mach (Sängerin). Ein sich wahrhaft gut ergänzendes Moderatorenpaar.
Musikalisch verwöhnte gleich zu Beginn der Musikverein Leopoldau unter Kapellmeister Herbert Klinger.Ob der "Weibermarsch" für die Allgemeinheit gedacht war oder nur für jene die sich angesprochen fühlten, wollen wir im Nachhinein nicht mehr ausdiskutieren.
BV Ing. Heinz Lehner machte nicht dem Moderator Konkurrenz, nein, er überraschte, nachdem auch er kurz dieses besondere Jubiläum ansprach, Peter Lutz mit der Ehrenmedaille von Wien-Floridsdorf. Peter Lutz, Präsident des Robert Stolz Club, war nicht nur seit der Gründung der Floridsdorfer Weihnachtsgala als Moderator jedes Jahr zur Stelle, nein, ihm ist es auch zu verdanken, dass eine solche Berühmtheit, wie es Johannes Heesters ist, auf dieser Bühne zu bewundern war. Sichtlich erfreut, aber nicht die Spur sprachlos, dankte Peter Lutz für diese wie es schien unerwartete Ehrung, kündigte gleich darauf - vollkommen Profi - nochmals den Leopoldauer Musikverein an, überließ aber danach passender Weise die Ankündigung von Heiko Reissig Sabine Mach.
Nicht das erste Mal steht der Tenor heute mit KS Renate Holm und auch mit Johannes Heesters auf der Bühne. Heiko Reissig, der weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt ist, liebt zwar die Operette, ist aber auch Schauspieler, Regisseur, Intendant und Produzent.
Der Sänger unterbrach nach kurzem Ansingen, entschuldigte sich, dass er aufgrund dieses Auftritts in Wien etwas nervös sei und hatte sich durch diese kokette kleine Schwindelei die volle Aufmerksamkeit aller Anwesenden geholt. So ein charmantes Schlitzohr! Der Applaus danach zeigte, dass seine Rechnung voll aufgegangen war.
Sabine Mach (Klassik, Operette, Musical, Schauspiel) sang im Duett mit Operetten-Intendant Prof. Wilhelm Schupp. Die Sängerin genießt hier natürlich Heimvorteil, wo sie großzügig den lang anhaltenden Applaus mit ihrem Gesangspartner teilen konnte.
Werden hervorragende Sänger dann noch von einem Prof. Leopold Großmann am Klavier begleitet, dem jeder Künstler der Musikszene höchste Anerkennung zollt, dann kann man nur mehr von musikalischer Vollkommenheit sprechen.
Bei Sabine Machs Solo-Auftritt flogen ihr auch an diesem Tag sofort alle Herzen zu. Diese Stimme verblüfft jedes Mal von neuem. Hoffentlich ist "Österreich" aufmerksam genug, um sie nicht ans Ausland zu verlieren.
Wenn Waltraut Haas und Erwin Strahl die Bühne betreten, werden viele Erinnerungen der Jugendzeit geweckt. Musikalisch führte dieses Ehepaar die hier Anwesenden Jahrzehnte zurück. Viele im Publikum konnten alte Zeiten Revue passieren lassen. Nostalgie hat schon was für sich. Vor allem Waltraut Haas wird vom Publikum geschätzt und geliebt. Diesmal begleitete der junge Pianist, Florian Fries, das so jung wirkende Paar am Klavier.
Nun wird Johannes Heesters auf der Bühne erwartet, wo er doch schon längst eingetroffen ist und auf seinen Auftritt wartet. Doch da bittet ganz feierlich Peter Lutz Kurt Landsmann, BV i. R., der auch Präsident von "D' echten Weaner" ist, auf die Bühne. Der Moderator, Präsident des Robert Stolz Club, überreicht ihm die "Goldene Robert Stolz Plakette" für sein jahrelanges Engagement bezüglich der Erhaltung des Wienerliedes, von denen Robert Stolz uns ja wirklich eine Vielzahl zum Geschenk machte.
Die Freude war Kurt Landsmann anzusehen und obwohl das nicht seine erste Auszeichnung war, merkte man an der Wortwahl seiner Dankesrede deutlich, dass er diesmal besonders stolz war, dass ihm diese Ehre zuteil wurde. Wenn ich nur an das Donauinselfest denke, wo es für das Wienerlied beim Millennium-Tower ein eigenes Areal gibt, das diesem Mann seine Entstehung verdankt, sowie die großartigen Veranstaltungen im Wiener Rathaus oder so wie hier im HdB Floridsdorf; ebenso im Bezirksmuseum und im VH Siemensstraße, dann hat hier Peter Lutz wahrhaftig den richtigen Mann für diese Auszeichnung gewählt. Von Johannes Heesters, ist Kurt Landsmann seit frühester Jugend ein großer Bewunderer. Zufall oder Absicht von Peter Lutz, dass Kurt Landsmann Johannes Heesters auch für ein nettes persönliches Gespräch zur Verfügung stand? Bestimmt ein Tag, der nicht nur diesem Mann immer in Erinnerung bleiben wird. Wenn jemand also für all sein Wirken eine Auszeichnung verdient, dann dieser Mann.
Tolle Entscheidung!
Noch ist der Applaus für den ehemaligen Bezirksvorsteher von Floridsdorf nicht verebbt, braust er donnernd wieder auf, denn nun betritt auch Johannes Heesters mit Gattin Simone Rethel die Bühne. Dieser genießt die akustische Ehrerbietung, denn dass sich das Publikum von den Stühlen erhebt, dürfte ihm seine Frau ins Ohr geflüstert haben. Er lächelt und jeder kann sehen, dass dieser Mann beim Betreten der Bühne, aufblüht.
Als Johannes Heesters, am Klavier stehend zu singen beginnt, wird es wieder ganz still. Mag er auch gebrechlich wirken, der Mann hat Kraft in der Stimme und hier käme niemandem in den Sinn, an sein wahres Alter zu denken. Es fällt einem dazu nur ein: unglaublich , unwahrscheinlich, woher nimmt er diese Kraft, wie ist das nur möglich? Er strahlt Lebenslust und Lebensfreude aus und wer das nicht spürt, ist bei Heesters fehl am Platz. Wer kennt nicht all die Lieder, die man in einem Atemzug mit seinem Namen nennt?! Aber die Pause macht vorerst dem Unermüdlichen klar, dass sein Duett mit KS Renate Holm noch etwas warten muss.
Ich bin ein Fan von Sabine Rethel, oder richtiger - ich mag sie einfach sehr, aber Johannes Heesters war für mich schon eine ganz große, positive Überraschung. In ihm wohnt noch immer ein wacher Geist, auch ist er ein aufmerksamer Zuhörer. Er sagt ganz nebenbei, dass er halt leider nichts mehr sieht, dass es aber nicht so schlimm wäre, weil er ja Leute um sich habe, auf die er sich verlassen könne. Sein Manager, aber vor allem seine Frau, weichen ihm nicht von der Seite. Es ist schön, das alles so hautnah mitzuerleben. Immer wieder reißt es Begeisterte von den Stühlen und sie rufen ihm lautstark ein Bravo entgegen. Dafür neigt der Sänger dankend sein Haupt, vergisst aber auch nicht, seinen jungen Begleiter, Florian Fries am Klavier zu sich zu bitten, um ihn dem Publikum vorzustellen.
Während der Pause, die auch ich brauchte, schoss ich zwar noch Fotos von BV Ing. Heinz Lehner mit Kurt Landsmann, der extra für mich, die neu erworbene Robert Stolz Plakette nochmals stolz präsentierte. Ebenso von Prof. Vera Svoboda-Macko mit einer Freundin, freute mich über Kurt Landsmanns Gattin und ihre Mutter, hielt auch Dorli Winter, die Witwe Horst Winters, und KS Birgit Sarata fotografisch fest, erwischte Waltraut Haas und Erwin Strahl bei einem Interview, entdeckte Wolfgang Dosch, Vizepräsident von der Franz Lehar Gesellschaft, Sonja Schmidt, die maßgeblich für Organisatorisches zuständig war mit Gatten Kurt, vom Kulturforum 21; ich sprach mit Gästen aus Holland und Deutschland und so war die Pause schneller vorbei als mir lieb war.
Bevor nun nochmals der Ehrengast auf die Bühne kam, hörten wir, diesmal ohne der charmanten Sabine Mach, aber dafür wieder als Begleitung am Klavier Prof. Leopold Großmann, die Stimme von Prof. Wilhelm Schupp. Was wären wir Wiener ohne Operette?!
Danach ging nochmals so richtig die Post ab, denn Jopie Heesters sang nun mit KS Renate Holm, die, so wie viele andere Künstler hier auch, bereits der Feier im Rathaus beiwohnte. Mit dieser Frau an seiner Seite wartete ich nur mehr auf ein Tänzchen. Sein Lächeln verriet, wie viel Freude ihm dieses Duett bereitete.
Unter der instrumentalen Begleitung, sowohl seines Pianisten als auch wieder von Gabriel Partocs und dem Metropolorchester Bratislava unter der Leitung von Roman Pálka, hatte, wie es schien, sowohl das Duo als auch das Publikum gleich viel Freude. Weder diese noch die Interpreten zeigten Ermüdungserscheinungen. Jopie holte danach noch seine zauberhafte Frau, in elegantem Schwarz, zu sich und nun wurde es total gemütlich und persönlich. Alle Künstler versammelten sich auf der Bühne und die Sänger, inklusive Publikum vereinten sich zu einem wohlklingenden Chor. Sektkorken knallten, und es wurde nochmals auf Jopies 106. Geburtstag angestoßen.
Fast wie im Vorbeigehen gab es während des "Sektgelages" noch eine weitere "Goldene Robert Stolz Medaille" für Johannes Heesters, überreicht wieder vom Präsidenten, Peter Lutz.
Nun mussten alle ein Geburtstagsständchen für den Jubilar singen. Hätten wir gerne getan, aber die Vorgabe war Holländisch. Obwohl vom Geburtstagskind etappenweise vorgesungen, wurde es im Saal hörbar leiser. Da waren wir schon ziemlich überfordert. Die Holländer im Saal waren klar im Vorteil aber eben nur eine kleine Minderheit. Die Melodie ging ins Ohr, also beschränkten wir uns auf ein Lalala und auch Simone Rethel, natürlich der Sprache mächtig, half uns mit kräftiger Stimme über die Runden. Lustig war es allemal.
BV Heinz Lehner verwöhnte die Damen auf der Bühne mit wunderschönen Blumensträußen und das Publikum bedankte sich für diesen außergewöhnlichen Nachmittag und Abend mit nicht enden wollendem Applaus.
"Vorhang", befahl Johannes Heesters, aber der hätte, so wie sein Bistro-Tischchen stand, alle hier abgestellten Gläser samt Sekt weggefegt. Sabine Mach hatte die Lage als Erste durchschaut und bereinigte mit flinker Reaktion die Situation. So kleine Pannen sind das Salz in der Suppe und amüsierte die Gäste ungemein.
Dass Johannes Heesters danach ohne Scheu noch mit dem einen oder anderen Gast plauderte und auch noch vereinzelt fotografiert wurde ohne dass jemand abblockte, fand ich bemerkenswert.
Allerdings hatte die Executive immer die vollkommene Kontrolle über die jeweilige Situation.
War bestimmt nicht nur für mich ein schönes Erlebnis, diese 25. Weihnachtsgala. Ich sage, sicher auch im Namen vieler Gäste,ein Dankeschön an die Initiatoren beziehungsweise Verantwortlichen!
http://fotos.wien22.net/20091208JohannesHeestersBeiWeihnachtsgalaInFloridsdorf/index.html
Trackbacks
Trackback für spezifische URI dieses Eintrags
Keine Trackbacks
